Staffelstab – Erinnerung in Bewegung

Gedenkfahrt durch die Oberlausitz

So 06. September 08:00 Uhr
Kamenz - Salzenforst - Bautzen - Königshain - Görlitz
Staffelstab Flyer

Eine Spurensuche an Orten jüdischer Verfolgung im Nationalsozialismus

Ein Projekt in der Veranstaltungsreihe „VIA REGIA – jüdisch – unterwegs“

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Im Rahmen des Themenjahres „TACHELES – Jüdische Kultur in Sachsen 2026“ lädt das Projekt „Staffelstab – Erinnerung in Bewegung“ zu einer bewegenden Reise ein: einer gemeinsamen Gedenkfahrt zu Orten jüdischer Verfolgung und NS-Zwangsarbeit in der Oberlausitz.

Die ganztägige Busfahrt führt zu historischen Stationen in Kamenz-Herrental, Salzenforst, Bautzen und Görlitz. Viele dieser Orte sind heute kaum noch sichtbar – ehemalige Lagerstandorte liegen am Rand der Städte, Orte der Ausbeutung und Tötung wurden überbaut oder sind in Landschaft übergegangen, jüdische Friedhöfe wirken still und abgelegen. Und doch verdichten sich hier die Spuren der Deportation, Entrechtung und Ermordung jüdischer Menschen zu einer Geschichte, die Teil dieser Region ist.

 

Das Projekt „Staffelstab“ steht für das Weitergeben von Erinnerung – von Ort zu Ort, von Vergangenheit zu Gegenwart – generationenübergreifend.

An den einzelnen Orten geben Menschen mit historischem und archäologischem Fachwissen und lokale Initiativen und Gedenkvereine Einblicke in die Zusammenhänge und in das, was vor Ort noch erkennbar ist – oder bewusst unsichtbar gemacht wurde. Musikalische Beiträge des sorbischen Musikers Jan Bilk und des oberlausitzischen Akkordeonisten Arne Maiwald begleiten die Fahrt in Salzenforst und Görlitz und schaffen Momente des Innehaltens.

Ein besonderer Bestandteil des Projekts sind Beiträge von Jugendlichen der Gesundbrunnenoberschule in Bautzen. Sie haben sich im Vorfeld intensiv mit einzelnen Orten auseinandergesetzt und eigene, temporäre Formen des Erinnerns entwickelt. Während der Gedenkfahrt werden diese Arbeiten an den jeweiligen Stationen sichtbar – als Zeichen dafür, dass Erinnerung nicht abgeschlossen ist, sondern weiterlebt.

Stationen der Gedenkfahrt:

Datum: Sonntag, 6. September 2026

Uhrzeit: Start 8:15 – Ende ca. 19:30 Uhr

Treffpunkt: 7:45 Uhr am Hauptbahnhof Dresden, Bayerische Straße

Bitte beachten Sie: die Veranstaltung ist leider nicht barrierefrei zugänglich. Bitte bringen Sie für die Fußwege geeignetes Schuhwerk und dem Wetter entsprechende Kleidung mit.

Wer möchte, kann die Exkursion auch spontan an einzelnen Stationen als Gast und gebührenfrei begleiten.

Wärend der Fahrt kann es bei den angegebenen Zeiten natürlich zu kleinen Verschiebungen kommen:

  • Kamenz-Herrental (ca. 9.00 Uhr) – ehemaliges KZ-Außenlager von Groß-Rosen
  • Salzenforst (ca. 10:30 Uhr) – Ort des Massenmordes an jüdischen Frauen während eines Evakuierungsmarsches von Auschwitz nach Buchenwald
  • Bautzen (ca. 11:45 Uhr) – Ausstellung zu jüdischen Familienschicksalen im Museum Bautzen, jüdischer Friedhof Bautzen, ehemaliges KZ-Außenlager von Groß-Rosen auf dem WUMAG-Gelände 
  • Görlitz (ca. 16:30 Uhr) – ehemaliges KZ-Außenlager von Groß-Rosen an der Kleingartenanlage „Biesnitzer Grund“ und jüdischer Friedhof

 

Während der Fahrt besteht die Möglichkeit, in Bautzen gemeinsam zu Mittag zu essen. Im Anschluss kann der Tag bei einem gemeinsamen Abendessen in Görlitz ausklingen. Beide Angebote sind optional und nicht im Ticketpreis enthalten.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Susanne Schöne (Projektleitung) unter folgender Email-Adresse: info@agisachsen.de

  20,- €

  Der Preis inkluidiert den Bustransfer, Führungsgebühren und den Museumseintritt. 

 

Projektleitung Susanne Schöne (AGiS)
Produktionsleitung Hans Narva

Veranstalter: Archäologische Gesellschaft in Sachsen e.V. im Rahmen des Themenjahres „TACHELES – Jüdische Kultur in Sachsen 2026“ in Kooperation mit der Veranstaltungsreihe „Via Regia – jüdisch – unterwegs“ (Ein Gemeinschaftsprojekt von Notenspur e.V. aus Leipzig und  „Kommen und Gehen“ – Das Sechsstädtebundfestival! e.V. aus Herrnhut) sowie dem Landesamt für Archäologie Sachsen.

weitere Kooperationspartner:

Museum Bautzen, Förderverein Gedenkstätte Kamenz Herrenthal,  AG Stätten der NS-Zwangsarbeit in Sachsen, Kulturbüro Görlitz.