Schierzens Lieder

Musikalischer Spaziergang und Gesprächskonzert mit Carolina Eyck

Sa 08. August 13:30 Uhr
Standort des ehemaligen Wohnhauses von Annemarie Schierz, Crostwitzer Straße 17
01920 Horka

 

Eintritt frei !  Anmeldung erwünscht unter hn@kommenundgehen.org

Welche Lieder kannte Annemarie Schierz? Niemand hat sie aufgeschrieben. Ein musikalischer Spaziergang folgt den Spuren einer jüdischen Sorbin, deren Geschichte Jurij Koch vor dem Vergessen bewahrte. In persönlichen Begegnungen entsteht die Annäherung an ein Leben, das mehr Fragen stellt als Antworten gibt.

Gesprächskonzert:

Ein Nachmittag mit einer Ausnahmekünstlerin und jenem legendären Instrument, das ohne Berührung gespielt wird. Carolina Eyck spielt Solostücke für Theremin & Voice – darunter Eigenkompositionen und Stücke wie The Ecstasy of Gold von Ennio Morricone – und gibt persönliche Einblicke in ihre Spielweise. Ergänzt wird das Programm durch kleine Anekdoten, ein Quiz und Mini-Workshops, in denen das Theremin spielerisch entdeckt werden kann. Ein Q&A lädt dazu ein, neugierige Fragen zu stellen.

Zeitplan:

13:30 Uhr
Spaziergang durch Horka mit Eva Maria Elle und Juliane Meckert 

15:00 Uhr
Gesprächsrunde bei Kaffee und Bauernkuchen:
„Auf den Spuren von Annemarie Schierz“

16:00 Uhr
Gesprächskonzert mit Carolina Eyck

CAROLINA EYCK –  Theremin   
JULIANE MECKERT – Regie
EVA MARIA ELLE  – Zeitzeugin

 

Künstlerisches Rechercheprojekt: Die Gala der Abwesenden

Vielleicht beginnt dieses Projekt mit einer Frage: Welche Lieder kannte Annemarie Schierz, bevor sie 1942 nach einem Gestapo-Verhör verschwand? Wir wissen es nicht. Noch nicht.

„Die Gala der Abwesenden“ ist eine musikalische Recherche entlang von Lebensgeschichten, die heute oft nur in Fragmenten erhalten sind. Ausgangspunkt ist Annemarie Schierz, sorbisch Hanka Šěrcec, aufgewachsen in Horka. Von dort führt die Suche weiter nach Leipzig, Naumburg und Apolda – zu Menschen, deren Namen überliefert sind, deren Stimmen aber weitgehend verstummt sind.

Als Musikfestival interessiert sich „Kommen und Gehen“ – Das Sechsstädtebundfestival! dabei nicht nur für Biografien, sondern für deren Klang: die Lieder, die gehört wurden, die Musik, die verloren ging, die Melodien, die geblieben sind. Gemeinsam mit Partnern wie dem Sorbischen National-Ensemble, dem Prager Haus Apolda und dem Ariowitsch-Haus Leipzig entstehen Spaziergänge, Gespräche, Konzerte und künstlerische Interventionen. Manche führen zu neuen Erkenntnissen, andere zu neuen Fragen. Das Publikum erlebt keine fertige Erzählung, sondern die Suche selbst.