„Der Not ist jede Lust entsprossen" – Ein literarisch-musikalischer Abend auf Spuren Hölderlins

MI 07 Oktober
mit Anne Schneider (Gesang), Susanne Stock (Akkordeon) und Astrid Alexander (Audio) „Der Not ist jede Lust entsprossen" – Ein literarisch-musikalischer Abend auf Spuren Hölderlins
MI 07. Oktober 19:30 Uhr
Turmgaststätte Löbauer Berg 02708 Löbau

Eintrittskarten sind erhältlich unter tickets.kommenundgehen.org

Das Programm

Ich glaubte, nun endlich auf dem rechten Weg zu sein.

aus "Hyperions Jugend", sechstes Kapitel

Wir packen unsere Koffer und nehmen mit...

... eine Singstimme, ein Akkordeon, eine Sprecherstimme, Audio-Einspielungen; auf der einen Seite den jungen Friedrich Hölderlin; auf der anderen Seite das Thema, unterwegs zu sein; Neue Musik und Bekanntes; Gesungenes und Gesprochenes; unbedingt Offenheit und Humor – denn wer versteht schon Hölderlin?

Mit Texten von Hölderlin und Musik von Britten, Eisler, Hindemith, Staffel, Stolte, do Nascimento und Seel; mit eigenen Reflexionen und Fieldrecordings kreieren Anne Schneider (Gesang), Susanne Stock (Akkordeon) und Astrid Alexander (Audio) ein vielschichtiges Konzerterlebnis. Nicht zu verkopft, sondern auf charmant-offene Art ringen sie mit Hölderlins Worten, fühlen seine Kraft und gleichzeitig sein Zweifeln.

Mit dem Publikum schreiten wir voran durch Hölderlins frühe kraftvolle Jahre und können uns in seinem Idealismus, seiner wunderschönen Sprache, seinem klugen Denken spiegeln; wo stehen wir? Und immer wieder: was will uns der Dichter damit sagen? Wir müssen nichts sogleich verstehen, dürfen aber.

Annäherung und Begegnung – eine bescheidene Hommage an Hölderlin. Wir glaubten, nun endlich auf dem rechten Weg zu sein. Wir sind es wohl!

Die Künstler

Ensemble Akrotesque: Anne Schneider (Gesang), Susanne Stock (Akkordeon) und Astrid Alexander (Audio)

Die Sopranistin Anne Schneider verzaubert ihr Publikum mit farbenreicher, leuchtender Stimme und unmittelbar berührender Ausstrahlung. Ihre große Leidenschaft ist die Alte Musik, vor allem in diesem Bereich ist sie als Solistin und Ensemblesängerin tätig. Nach den musikalischen Anfängen an der Musikschule Dessau und der Musikhochschule Augsburg studierte Anne Schneider klassischen Gesang bei Barbara Ebel und Siegfried Gohritz an der Musikhochschule Weimar. In weiterführenden Studien machten Dr. Rebecca Stewart und Maurice van Lieshout sie mit der Alten (und der noch viel Älteren) Musik vertraut und öffneten ihre Ohren für die vielen Klangwunder.  Wichtige Impulse waren Meisterkurse für Gesang, Historischen Gesang und Historische Aufführungspraxis bei Jessica Cash, Peter van Heyghen, Stephan Mai und Sigiswald Kuijken. Als Solistin und Ensemblesängerin im solistisch besetzten Ensemble war sie bei verschiedenen Festivals zu Gast: Meraner Musikwochen, Valletta International Baroque Festival, Internationale Orgelwoche Nürnberg, Kurt Weill Fest Dessau, Wittenberger Renaissance Musikfestival, Bachfest Tübingen. Anne Schneider singt u.a. mit dem Huelgas Ensemble, Josquin Capella, all’improvviso, Concert Royal Köln, ensemble officium, Ensemble Weser-Renaissance Bremen und der Lautten Compagney.

Susanne Stock, geboren 1980 in Dessau, erhielt ihre Ausbildung am Musikgymnasium „Schloss Belvedere“ in Weimar bei Prof. Claudia Buder, an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar bei Prof. Ivan Koval und an der HfK Bremen bei Margit Kern. Sie besuchte Meisterkurse bei Stefan Hussong, Hugo Noth, Mikko Luoma, Mie Miki u.a. Als Akkordeonistin ist sie solistisch und kammermusikalisch tätig. Sie ist Mitglied des in Dresden beheimateten „Ensemble Courage“. Als Gast wirkte sie u.a. an Konzerten des Ensemble united Berlin, Ensemble l ́Art Pour l ́Art, Ensemble Experimente oder der Internationalen Ensemble Modern Akademie mit. In intensiver Zusammenarbeit mit Komponisten wie Helmut Oehring, Annette Schlünz, Benjamin Schweitzer, Samir Odeh-Tamimi oder Ali Gorji entstanden sowohl solistische als auch kammermusikalische Werke, die von ihr uraufgeführt wurden. Seit 2014 beschäftigt sie sich mit der Musik am Bauhaus, vor allem mit dem musikalischen Schaffen Lyonel Feiningers. Im Sommer 2017 erschien eine CD mit 5 seiner Fugen, adaptiert für Akkordeon und Baßklarinette.

Astrid Alexander

Astrid Alexander, geboren 1974, arbeitet als freie Autorin und Regisseurin für verschiedene Hörfunkstationen der ARD. In ihren aufwendig produzierten Hörgeschichten erzählt sie über Menschen und Zeitgeschichte, über Künstler und Grenzgänger, über ungewisse Lebenslinien, unerhörte Töne und magische Momente. Dabei geht es ihr immer um das Existenzielle im Leben, Schaffen und Denken des Menschen. Und so sind es auch die Suche, die Ideale, die Zweifel, die Zerrissenheit, die sie am Dichter Hölderlin interessieren, sowie die besondere Annäherung an Musikalität und Rhythmus der Sprache im Gehen.

Mit Wanderlust, griechischen Göttern und überhaupt 6000 Jahre Menschheitsgeschichte in der Kunst beschäftigte sie sich zuletzt in virtuellen Geschichten für die Staatlichen Museen zu Berlin auf der Google Arts & Culture Plattform. Aufgewachsen in Halle und Dessau, studierte sie in Leipzig, Aix-en-Provence, Sevilla und Miami Amerikanistik, Französisch und Journalistik. Beim rbb absolvierte sie ihr Volontariat und arbeitete als Redakteurin. Sie lebt mit Mann und drei Kindern in Berlin.

 

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