Jakob Böhme und Franz Kafka: Zwei aus der Zeit gefallene Herren aus Mitteleuropa

SA 17 August
Eine musikalisch-literarische Matinee Jakob Böhme und Franz Kafka: Zwei aus der Zeit gefallene Herren aus Mitteleuropa
SA 17. August 11:00 Uhr
Brauner Hirsch, Untermarkt 26 02826 Görlitz

Frank Pschichholz, Laute
Matthias Kuhlmey, Gitarre und Elektronik
Hans Narva, Bass und Gesang

Jakob Böhme, Mystiker und Philosoph, hat sich intensiv mit dem Mysterium des Göttlichen beschäftigt und versucht, das Unbegreifliche zu ergründen. Franz Kafka, ein Meister des Unfassbaren, hat in seinen Werken die Rätselhaftigkeit der menschlichen Existenz eingefangen, in der das Greifbare schwer zu fassen ist und Sinn sowie Erklärungen gesucht werden. Böhme lebte an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert; Kafka war Zeitzeuge der Umbrüche zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert.

Was verbindet diese beiden Herren? Was verbindet uns Menschen über die Jahrhunderte?

Texte von Böhme und Kafka treffen auf Lyrik ihrer Zeitgenossen und auf eine Musik, die auf dem Grat von Tradition und Experiment balanciert und dabei zwischen klassischen Themen und Popkultur hin- und herführen wird. 

Eintritt auf Spendenbasis

In Kooperation mit ideenfluss e.V.

 


 

Der Lautenist und Gitarrist Frank Pschichholz ist seit über zwanzig Jahren in der Musikszene präsent als Solist, Begleiter und Mitglied zahlreicher Ensembles und Orchester. Nach seiner musikalischen Ausbildung bei Jörg Rainer Gedan studierte er Gitarre und Laute bei Klaus Hempel, Nigel North und Stephen Stubbs. Sein musikalisches Leben umfasst Musik der Renaissance und des Barocks, klassische Musik sowie Jazz, Blues und Rock. Daher spielt Frank Renaissance-Laute, Barocklaute, Theorbe, Barockgitarre, klassische und romantische Gitarre, Stahlsaiten-Akustikgitarre und E-Gitarre. Seine CD „Bon Voyage“ ist eine Referenzaufnahme für das Gitarrenrepertoire des frühen 17. Jahrhunderts. Ein weiterer Aspekt seiner musikalischen und musikwissenschaftlichen Interessen ist das Werk von John Dowland und dessen historisch-kultureller Kontext. Im Februar 2014 veröffentlichte er einen Artikel über Dowlands „Second Booke“ in der Zeitschrift für Kulturanthropologie „Konteksty“. Eine Aufnahme des gesamten „Second Booke“, zusammen mit Maria Skiba, wurde 2015 veröffentlicht.

www.theschooleofnight.com

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Mattef Kuhlmey, geboren und aufgewachsen in Ost-Berlin, studierte Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und arbeitet seit 1999 als Musiker. Ausgebildet als Gitarrist und langjährig tätig im Bereich der elektronischen Musik, liegt sein Hauptinteresse an der Schnittstelle von traditioneller Musik und experimentellen Klangtechniken. Er komponiert und tritt live auf für Tanz-, Performance- und Theaterproduktionen mit Hyoung Min Kim, Jo Parkes, Gabriele Reuter, Nico and the Navigators, Deborah Hay, Rabih Mroué, Jan Martens, DanceOn Ensemble, Hans Werner Krösinger/Regine Dura unter anderen.

Mit der Band ALP vertont er Stummfilme wie „Berlin - Die Sinfonie der Großstadt“, „Das Cabinet des Dr. Caligari“, „Panzerkreuzer Potemkin“ und führt diese in zahlreichen Konzerten in Deutschland, der Schweiz, Polen, USA auf.

Er arbeitet auch als Sounddesigner für das Thalia Theater Hamburg, die Salzburger Festspiele, TwoFish, Gisèle Vienne unter anderen.

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Hans Narva wurde 1967 in Berlin geboren. Er arbeitet als Musiker, Performer, Medien- und Sounddesigner. Mit seiner Band „Herbst in Peking“ sorgte er erstmalig 1989 mit dem Indie-Hit „Bakschischrepublik“ für Aufsehen. Seitdem stolpert, taumelt oder träumt sich Hans Narva durch viele Leben. Er betreibt Feldforschung in Sachen Utopie oder ist projektbezogen musikalischer Leiter in freien Theatergruppen oder er stellt sich mit anderen Fragen, wie z. B.: „Wie wollen wir leben - am besten gar nicht?!“

Musikalisch schaukelt Narva mit der Band „When the Hands Point Up – The Excitement Starts!!“ über das schöne Meer der Melancholie; und mit der Gewissheit „Es ist nicht schlimm, dass du nie wieder glücklich wirst“, lächelt und winkt er der untergehenden Sonne. Narva organisiert und gibt musikalische Workshops für Kinder und Jugendliche, „Alte“ und „Arme“ und ist Gründungsmitglied des Projektes „Lanterna Futuri“, einer Künstler- und Pädagogengruppe, die sich für Unterrichtsstrukturen an deutschen, polnischen und tschechischen Schulen interessieren.

www.hans-narva.de

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