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Das Sechsstädtebundfestival!

Ein Fundstück aus den Görlitzer Jahrbüchern belegt, dass in der Oberlausitz im 16. Jahrhundert das Musizieren so wichtig für die gesellschaftliche Ordnung war, dass sich der Stadtrat gegen das kaiserliche Gebot aussprach und Musik zu Hochzeiten auch während des Krieges gestattetet.

„Tantz vnd Seijtenspiel verbothen. Eod. an. den 12. Jan. Sontags in Excelso ist p. concionem ein geschrifftlices Patent publice abgelesen, die Täntze und Seitenspiel einzustellen, und dieselben in itzigen Kriegsleufften garnicht zugebrauchen. Den 17. Januar. freijtages, S. Antonij. ist von den abgesandten zu Budissin hiervon weiter gehandelt und geschlossen worden, das wir in Stedten auff die Hochzeiten zur Kirchen und zu Tische sollten die Instrumenta musica lauten lassen, damit ein Unterscheidt könnte vernommen werden, einen Breutigam in die Kirche und eine Leiche zum Begrebnis zubeleiten.“

[Quelle: Scultetus, Bartholomäus, Relationes Historicae. Ex annalibus Urbis Patriae a M. Barthol. Sculteto Quadrum v. Conscrip. Pars octava, als Abschrift in: Goerlitzische Jahrbücher von 1500 1592), o.O, o.J, UB Wrocław, Akc. 1948/401 (früher OLB, L I 148), f. 71v.]

Noch - und hoffentlich bleibt das so! - erscheint die Bedrohung in durch ein Virus im 21. Jahrhundert in Deutschland gesellschaftlich und individuell besser zu bewältigen zu sein als ein Krieg. Und wie wunderbar, dass die zeitgenössischen Möglichkeiten der Kommunikation und Unterhaltung räumliche Distanzen (teilweise) überwinden können, sodass sich Musikinteressierte ganz unabhängig von ästhetischen Vorlieben gut organisieren müssen, um das vielfältige Angebot an Streams, Podcasts und Livesendungen wahrnehmen zu können, mit dem Musiker*innen an ihrer Kunst teilhaben lassen.

Trotzdem: Tanzen (jedenfalls in Gruppen und Einrichtungen) ist im Moment wie 1597 untersagt. Laut der am 18. März in Kraft getretenen Allgemeinverfügung zu den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, sind "Tanzlustbarkeiten" (§2, Abschnitt a) verboten. Zu Ehren des aus dem täglichen Sprachgebrauch verschwundenen Wortes "Lustbarkeiten" und der schillernden Möglichkeiten möge hier eine Übersicht von musikalischen Kostbarkeiten folgen, die renommierte Ensembles und Häuser weltweit kostenlos zugänglich machen. [Quelle: VAN-Magazin: "Sonic Distancing", Zugriff 26.03.2020]

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Sicher findet sich in diesen Mediatheken auch der eine oder andere Walzer oder ein Menuett, zu dem es sich in den heimischen vier Wänden tanzen lässt. Begleitendes "Seijtenspiel" ist ebenfalls gestattet :D

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